Abschlussbericht Katastropheneinsatz in Kroatien

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Am Donnerstag den 30. Dezember um ca. 15:30 Uhr ging der Einsatzbefehl vom niederösterreichischen Landesführungsstab hinaus, dass das Wechselladerfahrzeug mit Tieflader, das in Scheibbs stationiert ist, in Kroatien im Erdbebengebiet benötigt wird.

Ohne zu wissen, wie lange der Katastropheneinsatz dauert, setzten sich, nach negativer Corona-Testung und Herstellung der Abmarschbereitschaft, drei Kameraden aus Scheibbs in Bewegung.
Bezirkskommandant Franz Spendlhofer und KHD-Kommandant Richard Essletzbichler liesen es sich nicht nehmen, den dreien persönlich für ihren bevorstehenden Einsatz zu danken und sie mit den besten Wünschen zu verabschieden.

Erstes Ziel war die Belgier Kaserne in Graz, in der die Wohncontainer auf die Fahrzeuge verladen wurden.
Zirka 60 Fahrzeuge fuhren danach im Konvoi, gestaffelt in drei Zügen, in das Erdbebengebiet nach Kroatien.

Nach einer mehrstündigen Anreise in das Krisengebiet nach Glina (ca. 50km südl. von Zagreb) wurden die Wohncontainer abgeladen und dem Militär übergeben, das in weiterer Folge die dringend benötigten, provisorischen Unterkünfte an die betroffenen Menschen in Glina und Sisak auslieferten.

Aufgrund der Gefahr von Nachbeben und um kein größeres Risiko einzugehen, setzte sich der Konvoi nach der Übergabe wieder umgehend in Bewegung und trat gegen 16 Uhr am Altjahrstag die Heimreise an.

Sichtlich von den Strapazen gezeichnet konnten die Kameraden den Auslandskatastropheneinsatz ohne Komplikationen nach 32 Stunden in der Silvesternacht abschließen und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

Bericht: Philipp Pflügl
Fotos: Heinz-Gregor Ziegler & Philipp Pflügl