Purgstall: Bewohner im Schlaf von Feuer überrascht

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Am Sonntagmorgen brach in einer Wohnung eines Wohnhauses in Purgstall ein Feuer aus.

Nach der Alarmierung um 07:02 Uhr via Sirene und Pager rückten rasch die Wehren Purgstall, Feichsen, Scheibbs und St. Anton aus.
Da schon bei der Anfahrt bekannt war, dass sich noch zahlreiche Personen im Gebäude befinden, wurde zusätzlich zur Drehleiter von Scheibbs vom Einsatzleiter das Hubrettungsgerät aus Wieselburg angefordert, um eine eine weitere Rettungsmöglichkeit zu schaffen.

Am Einsatzort angekommen war schnell ersichtlich, dass es sich bereits um einen fortgeschrittenen Brand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss handelte.
Weiteren Informationen von sich bereits in Sicherheit gebrachten Personen und Anrainern zu folge, befanden sich noch weitere Menschen – darunter auch Kinder – in der völlig unter rauch stehenden, brennenden Wohnung.

Unverzüglich starteten die ersten Atemschutztrupps aus Purgstall eine Rettungsaktion und kämpften sich mit einem Innenangriff durch die brennende Wohnung um die eingeschlossenen Menschen zu befreien.
Rasch konnte ein Kind und eine erwachsene Person gerettet und mit Verletzungen unbestimmten Grades der Rettung übergeben werden.

Da Anfangs nicht bekannt war, ob und wieviele Personen noch in der Wohnung sind, wurde diese durch den Einsatz weiterer Atemschutztrupps gründlichst abgesucht.
Ingesamt mussten sich Zehn Betroffene Menschen selbst oder durch Hilfe von Anrainern und der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Von den Zehn wurden fünf mit Verletzungen unbestimmten Grades durch das das Rettungsteam des Roten Kreuzes in die Krankenhäuser Scheibbs und Amstetten gebracht.
Die anderen fünf Geretetten sowie weitere Anrainer kamen mit dem Schrecken davon und wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Wie es zu dem  Brand kam ist zur Zeit noch unklar – die Brandermittler haben ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Von der Feuerwehr standen fünf Wehren mit 117 Männern und Frauen mit 20 Fahrzeugen im Einsatz.
Das Rote Kreuz war mit acht Fahrzeugen und 19 Mitgliedern, darunter zwei Notärzte und ein Feuerwehrarzt, am Einsatzort.

Durch die rasche Hilfe und vor allem professionelle Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen und Ersthelfern konnte schlimmeres verhindert werden.

 

Bericht: BSB Philipp Pflügl
Fotos: Einsatzdoku & Presseteam BFKDO Scheibbs