Tauchdienst West

NÖ Feuerwehr Tauchdienst
Der Sonderdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes

Das Aufgabengebiet für die Feuerwehr ist vielfältig. Einsatzgebiete gibt es sowohl an Land aber auch am, im und unter der Wasseroberfläche. Für diese Einsätze gibt es seit dem Jahr 1963, den Sonderdienst Tauchdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Aktuell wird der Tauchdienst in vier Tauchzüge gegliedert:

  • Zug Nord in Weißenkirchen
  • Zug Süd in Guntramsdorf
  • Zug Ost in Tallesbrunn
  • Zug West in Purgstall

Ein Tauchzug setzt sich aus mehreren Tauchern zusammen, die aus dem Einsatzbereich des jeweiligen Tauchzuges kommen.

JEDER kann den Sonderdienst bei der zuständigen Bereichsalarmzentrale (Notruf 122) oder über Florian Niederösterreich (02272/9005-17374) anfordern. Den Auftrag zum Einsatz erteilt allerdings der Landesfeuerwehrkommandant nach Rücksprache mit dem Landestauchkommandanten.

Zum Aufgabenbereich des Tauchdienstes gehören neben der Bergung von Sachgütern, Fahrzeugen und sonstigen Gerätschaften aus dem Wasser, auch technische Hilfeleistungen, Personensuche, Menschenbergung und Sicherungsarbeiten im und unter Wasser.

Zum geschichtlichen Hintergrund:

Seit 1963 gibt es den Tauchdienst als Sonderdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. Seinen Ursprung fand er im Zuge des FuB-Dienstes (Feuerlösch- und Bergedienst) nach einem verheerenden March-Hochwasser 1962. Seit 1978 ist der NÖ Feuerwehrtauchdienst mit der, damals Tauchgruppe West, ein fixer Bestandteil im Bezirk Scheibbs.

Einsatzgebiet im Detail:

Die Feuerwehrbezirke Amstetten, Scheibbs, Melk, St. Pölten (außer AFKDO Purkersdorf), Lilienfeld

Ausbildung:

Die Tauchausbildung wird als die härteste und anspruchsvollste Ausbildung im Feuerwehrwesen angesehen. Besonders die Niederösterreichischen Feuerwehrtaucher erfreuen sich bundesweit eines besonders guten Rufes bezüglich ihrer Ausbildung.

Voraussetzungen für die Bewerbung:

  • mindestens dreijährige Feuerwehrzugehörigkeit
  • das vollendete 21. Lebensjahr
  • abgelegter Präsenz- oder Zivildienst
  • erfolgreich absolvierter Feuerwehrgrundlehrgang
  • erfolgreich absolvierter Atemschutzgeräteträgerlehrgang
  • gesundheitliche Eignung
  • Einverständnis des örtlichen Feuerwehrkommandanten

Grundsätzlich erfolgt die Aufnahme in den Tauchzug durch den zuständigen Zugskommandanten und nach personellem Bedarf. Die entsprechenden Aufnahmekriterien wie die persönliche Eignung, mentale Belastbarkeit, Teamfähigkeit hat das jeweilige Zugskommando zu beurteilen.

Eine Grundvoraussetzung bildet aber die Bereitschaft rund 1.850 Stunden Ausbildung geballt in drei Jahren durchzuhalten. Hinzu kommen noch unzählige Stunden der persönlichen körperlichen Ertüchtigung und jene Zeit, die man zum Selbststudium benötigt.

Der Tauchgrundlehrgang wird im Zug vorbereitet und schließt auch die Ausbildung zum Rettungsschwimmer mit ein.

Darauf folgen Tauchlehrgang I mit dem Abschluss zum Taucher 10 und Tauchlehrgang II mit dem Abschluss Taucher 40.

Diverse Weiterbildungslehrgänge folgen unter anderem Tauchen in geschlossenen Räumen, Sauerstoffhelferlehrgang und Taucheinsatzleiterlehrgang.

Bei Übungen im Zug wird das Wissen stets aktualisiert und aufrechterhalten.

Weitere Informationen zum Tauchzug West erhalten Sie durch persönliche Kontaktaufnahme oder NÖ Landesfeuerwehrverband – Tauchdienst

Gut Wehr und Gut Luft

BI Peter Kaufmann
Kommandant Tauchgruppe WEST

Kontakt: peter.kaufmann@feuerwehr.gv.at